Ausdrucksstark auf dem Eis und im Leben: Olga Mikutina zu Gast im Sporthilfe-Podcast „RAW“

Die Eiskunstläuferin über subjektive Bewertungen, Körperbilder und ihren gesunden Zugang zum Spitzensport
Olga Mikutina im Sporthilfe Podcast RAW (3) © Sporthlfe/15 Love

In der aktuellen Folge des Video-Podcasts der Österreichischen Sporthilfe „RAW – Real Athlete’s World“ gewährt Eiskunstläuferin Olga Mikutina persönliche Einblicke in ihre Karriere und ihr Leben abseits des Eises. Im Gespräch mit Moderatorin Karina Toth spricht die 22-Jährige Vorarlbergerin über die Besonderheiten einer Sportart, in der neben technischer Perfektion auch Ausdruck und Interpretation bewertet werden, über den Druck auf das äußere Erscheinungsbild und darüber, warum trotz aller Entbehrungen die Freude am Sport im Mittelpunkt stehen sollte.

Mikutina wurde im ukrainischen Charkiw geboren und stand bereits im Alter von vier Jahren erstmals auf dem Eis. Mit zwölf Jahren zog sie für bessere Trainingsbedingungen nach Österreich und fand in Vorarlberg ihre neue sportliche Heimat. Rund zehn Jahre später zählt die fünffache Staatsmeisterin zu Österreichs erfolgreichsten Eiskunstläuferinnen.

Von Vorarlberg auf die größten Bühnen der Welt
Zu den größten Erfolgen ihrer bisherigen Karriere zählen der achte Platz bei den Weltmeisterschaften 2021 in Stockholm – das beste WM-Ergebnis einer österreichischen Eiskunstläuferin seit 24 Jahren – sowie ihre Teilnahmen an den Olympischen Winterspielen 2022 und 2026 mit den Plätzen 13 und 18. Auch national zählt Mikutina seit Jahren zur Spitze: 2026 kürte sie sich bereits zum fünften Mal zur österreichischen Staatsmeisterin. Seit Herbst 2023 lebt und trainiert Mikutina überwiegend in den USA. An der Montclair State University in New Jersey studiert sie Business Administration mit Schwerpunkt International Business und verbindet damit Spitzensport und akademische Ausbildung.

Ehrliche Einblicke im „RAW“-Talk
Im Gespräch mit Karina Toth spricht Mikutina offen über die Herausforderungen ihrer Sportart – von der subjektiven Komponente der Bewertung über Körperbilder bis zum Umgang mit Erwartungsdruck.

„Wir haben einen Teil der Punktebewertung für Technik, einen anderen für die Komponenten Schönheit auf dem Eis, Skating Skills, Gefühl von Musik, wie du den Tanz rübergibst. Das ist schwer zu beurteilen – das ist das Gleiche wie zu fragen: Ist das schön für einen Menschen, ist das schön für den anderen?“
Olga Mikutna über die Subjektivität der Bewertungen im Eiskunstlauf

„Ich mache mir persönlich hier keine Gedanken. Aber ich kenne viele Mädchen, die sich sehr viel Gedanken machen und sich vorwerfen, dass sie zu fett sind oder nicht gut genug für diese Sportart aussehen.“
Olga Mikutna über den Druck rund um das äußere Erscheinungsbild

„Die Eltern machen ihren Kindern oft zu viel Druck. Vor allem in slawischen Ländern sind Eltern manchmal mehr besessen als die Kinder und möchten, dass ihr Kind in zehn Jahren Olympiasieger wird. Entsprechend setzen sie die Kinder unter Druck. Aber der Spaß am Sport muss da sein.“
Olga Mikutna über einen gesunden Zugang zum Sport und den Druck der Eltern

„Oft höre ich von Menschen, die sagen, Sportler opfern vieles, die gehen nicht zu Partys, versäumen Klassenfahrten und so weiter. Aber ich finde das Gegenteil: Sportler leben – bei mir zumindest war es immer so – bunt mit viel Reisen zu Wettkämpfen und dem gemeinsamen Training. Ich habe nicht das Gefühl, etwas versäumt zu haben.“
Olga Mikutna über das Leben als Leistungssportlerin

„Ich spüre die Energie. Ich spüre, wie sie klatschen, wie sie mich anfeuern. Das Publikum ist ganz wichtig und macht so viel aus.“
Über die Energie des Publikums

„Bemerkenswerte Reife abseits des Eises“
„Olga Mikutina beeindruckt nicht nur durch ihre Eleganz und Ausdrucksstärke auf dem Eis, sondern auch durch ihre bemerkenswerte Reife abseits der Halle. Ihre Offenheit, mit der sie über kritische Themen wie den Druck auf junge Athletinnen oder die Komplexität ihrer Sportart spricht, macht sie zu einem echten Vorbild“, sagt Gernot Uhlir, Geschäftsführer der Österreichischen Sporthilfe. „Bei ‚RAW‘ wollen wir genau solchen reflektierten Persönlichkeiten eine Plattform geben. Olgas Weg von der Ukraine über Vorarlberg bis hin zu Studium und Training in den USA zeigt, mit welcher Zielstrebigkeit sie ihren Lebensweg gestaltet.“

Über „RAW – Real Athlete’s World“
Der Video-Podcast der Österreichischen Sporthilfe rückt die Menschen hinter den sportlichen Höchstleistungen in den Mittelpunkt. Persönliche Geschichten, Herausforderungen und Erfahrungen abseits von Ergebnislisten und Medaillen zeigen die Athlet:innen von einer Seite, die dem Publikum sonst oft verborgen bleibt. Aufgenommen wurde diese Ausgabe in der besonderen Atmosphäre des Bio- und Wellnessresorts Stanglwirt in Kitzbühel.

Neue Episoden erscheinen alle zwei Wochen auf Spotify, Apple Podcasts, YouTube und Amazon Music. Produziert wird das Format von Marco Brugger und seiner Agentur 15 Love, Presenting-Partner ist Decathlon. Zu Gast waren bislang unter anderem Marlies Raich, Lisa Hauser, Elina Stary, Heiko Gigler, Andreas Onea, Eva Pinkelnig, Janine Flock, Anna Gandler, Ager Schmid und Lara Vadlau.

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Zur Organisation

Die Österreichische Sporthilfe ist eine gemeinnützige und unabhängige Organisation. Sie leistet durch ihre finanzielle und ideelle Unterstützung einen wichtigen Beitrag zur sozialen Absicherung von SpitzensportlerInnen. Die Zuwendungen werden unbürokratisch und nicht-zweckgebunden nach Erfüllung von Leistungskriterien zuerkannt. Seinen Auftrag erfüllt der Verein ohne staatliche Förderungen. Die Finanzierung erfolgt ausschließlich durch nachhaltige Partnerschaften mit der Wirtschaft, Benefizveranstaltungen und Fundraising-Aktivitäten.

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Olga Mikutina im Sporthilfe Podcast RAW (3)
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Olga Mikutina im Sporthilfe Podcast RAW (2)
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4 284 x 5 712 © Sporthlfe/15 Love

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Manuel Latzko,  Julia Fassl und Ronni Gollatz

Manuel Latzko, Julia Fassl und Ronni Gollatz

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