Elina Stary zu Gast beim Sporthilfe-Podcast „RAW – Real Athlete’s World“

Die Ausnahme-Paraski-Athletin im Gespräch mit Karina Toth
Elina Stary im Sporthilfe-Podcast RAW (2)

Elina Stary mit ihren Medaillen und Host Karina Toth.

Nach den ersten Episoden mit Marlies Raich und Lisa Hauser setzt die Österreichische Sporthilfe ihre neue Video-Podcast-Reihe „RAW – Real Athlete’s World“ mit einer beeindruckenden jungen Persönlichkeit fort: In Episode drei spricht die Kärntner Paraski-Athletin Elina Stary offen über ihren Weg an die Weltspitze, das große Vertrauen zu ihrem Guide und wie sie trotz einer drastischen Seheinschränkung sportliche Höchstleistungen erbringt.

Elina Stary lebt seit ihrer Geburt im Dezember 2006 mit okulärem Albinismus, was ein Sehvermögen von lediglich zwei Prozent zur Folge hat. Doch für die Kärntnerin war dies nie ein Hindernis: Bereits im Alter von zwei Jahren stand sie zum ersten Mal auf Skiern, wobei ihre Mutter anfangs als Guide fungierte und ihr mit lautstarken Kommandos die Linie wies. Seit 2019 gehört Stary dem ÖSV-Kader an und kombiniert im Schul- und Leistungssportzentrum (SHLT) Bad Hofgastein ihre Ausbildung mit dem Profitraining. Seit 2022 wird sie von der Sporthilfe begleitet.

Eine beeindruckende Erfolgsbilanz
Trotz ihres jungen Alters blickt Elina Stary bereits auf eine Karriere voller Meilensteine zurück.

  • WM-Silber 2022 (Slalom)
  • WM-Bronze 2022 (RTL)
  • 4. Platz Paralympics 2022 (RTL)
  • 6. Platz Paralympics 2022 (Slalom)
  • 2 x Olympia-Bronze 2026 in Para-Ski Alpin - Alpine Kombination und RTL
  • Olympia-Silber 2026 Para-Ski Alpin - Slalom

Ehrliche Einblicke im „RAW“-Talk
Im Podcast thematisiert Stary nicht nur ihre Triumphe, sondern auch die harten Phasen ihrer Karriere.

„Ich tu mir immer schwer, wenn mich Leute diskriminieren. Ich weiß, man sagt immer, die Entwicklung ist schon so weit, aber ich finde das nicht. Ich merke sehr oft, wie eingeschränkt wir da noch sind. Wir Menschen mit einer Beeinträchtigung sollten genau so behandelt werden wie normale Menschen auch.“
Elina Stary über Diskriminierung

„Wir kriegen bei Weltcuprennen wenig bis gar kein Preisgeld. Bei den Paralympics haben wir für die Bronzene 11.000, für die Silberne 14.000 und für die Goldene 17.000 Euro bekommen. Der Guide kriegt immer nur die Hälfte von dem, was ich nicht so fair finde. Deswegen habe ich zu meinem Guide Stefan gesagt, du hast mir sehr geholfen, wir schmeißen alles auf einen Haufen und machen Hälfte-Hälfte. Wir müssen von dem Preisgeld auch 10% an unsere Betreuer abgeben, es versteuern und quasi die nächsten vier Jahre davon leben.“
Elina Stary über Preisgelder im Para-Sport

„Meine Sehstärke ist ungefähr bei 2 Prozent Sehkraft. Es ist schwer zu erklären, weil ich nicht weiß, wie es normal sein sollte. Aber es ist alles von Flackern überdeckt. Ich sehe schon Konturen, kann es aber meistens nicht zu einem gesamten Bild zusammensetzen.“
Elina Stary über ihre Sehstärke

„Ich wünsche mir, dass mehr Leute auf unseren Sport aufmerksam werden. Es wird besser, aber wir sind absolut noch nicht da, wo wir hin wollen. Es werden so wenige Weltcuprennen übertragen. Das finde ich schade, weil es so spannend und interessant ist.“
Elina Stary über die Entwicklung des Para-Skisports

Geschichten, die über den Sport hinausgehen
„Elina Stary verkörpert auf beeindruckende Weise, was man mit Leidenschaft und Zielstrebigkeit erreichen kann“, so Sporthilfe-Geschäftsführer Gernot Uhlir. „In ‚RAW‘ zeigt sie uns die menschliche Seite hinter diesen außergewöhnlichen Erfolgen.“ Die Folge wurde in der besonderen Atmosphäre des Bio- und Wellnessresorts Stanglwirt in Kitzbühel aufgenommen. Moderiert von Karina Toth und produziert von Marco Brugger (15 Love), ist der Video-Podcast auf allen gängigen Plattformen verfügbar.

Links zum Podcast RAW mit Elina Stary:

 

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Manuel Latzko,  Julia Fassl und Ronni Gollatz

Manuel Latzko, Julia Fassl und Ronni Gollatz

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