Mit 90 km/h Richtung Weltspitze: Snowboardcross-Star Jakob Dusek zu Gast im Sporthilfe-Podcast „RAW“

Jakob Dusek zu Gast bei RAW (1) © Sporthlfe/15 Love

Weltmeister, Olympia-Medaillengewinner und einer der erfolgreichsten Snowboardcrosser Österreichs: In der 15. Episode von „RAW – Real Athlete’s World“ spricht Jakob Dusek mit Moderatorin Karina Toth über den Nervenkitzel seiner Sportart, die mentale Stärke als entscheidenden Erfolgsfaktor, den Umgang mit Verletzungen und die Erfüllung seines großen olympischen Traums. Auch die finanziellen Unterschiede zwischen Sieg und Niederlage im Weltcup kommen zur Sprache.

Vier Athlet:innenen, ein Kurs, Sprünge bei bis zu 90 km/h und Entscheidungen, bei denen oft wenige Zentimeter über Sieg oder Niederlage bestimmen: Snowboardcross zählt zu den spektakulärsten Disziplinen des Wintersports. Einer, der das Geschehen auf den anspruchsvollen Strecken der Welt bestens kennt, ist Jakob Dusek. Der gebürtige Niederösterreicher hat sich mit Weltcupsiegen, WM-Gold und einer olympischen Bronzemedaille längst in der internationalen Spitze etabliert. In der neuesten Episode des Video-Podcasts der Österreichischen Sporthilfe „RAW – Real Athlete’s World“ spricht der 29-Jährige mit Moderatorin Karina Toth über die Faszination seiner Sportart, den Weg an die Weltspitze und darüber, warum die entscheidenden Rennen oft nicht nur auf der Piste, sondern auch im Kopf gewonnen werden.

Vom Weltmeistertitel zum olympischen Edelmetall
Der aus Herzogebnurg stammende Jakob Dusek zählt seit Jahren zu den erfolgreichsten heimischen Snowboardcross-Athleten. Nach ersten Erfolgen im Europacup gelang ihm der Sprung in die internationale Weltspitze, wo er sich mit zahlreichen Podestplätzen und sechs Weltcupsiegen etablierte. Seinen bislang größten Erfolg bei Weltmeisterschaften feierte er 2023 im georgischen Bakuriani, als er sich zum Weltmeister im Snowboardcross krönte und gemeinsam mit seinem Team zusätzlich Silber gewann. Im selben Jahr wurde er als Niederösterreichs Sportler des Jahres ausgezeichnet. Bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand-Cortina erfüllte sich Dusek schließlich einen lang gehegten Traum: In einem hochdramatischen Finale sicherte er sich die Bronzemedaille und damit einen weiteren Höhepunkt seiner Karriere.

Ehrliche Einblicke aus dem Podcast
Im Gespräch mit Karina Toth spricht Dusek offen über die Dynamik auf der Piste, mentale Hürden, die finanzielle Realität im Weltcup und die Befreiung im Moment des olympischen Triumphs.

„Das ist natürlich ein Nervenkitzel, wenn du zu viert nebeneinander über einen Sprung drüber springst mit 90 km/h. Das ist beim ersten Mal schon eine Überwindung, aber dann hat man sich auch schnell daran gewöhnt. Aktuell wird darauf geschaut, dass die Strecken m Weltcup aktuell auf 60 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit bringen, was auch noch sehr schnell ist, aber das fühlt sich trotzdem recht langsam an.“
Über den Nervenkitzel beim Snowboardcross

„In der Saison 2024/25 hatte ich eine Phase, wo es mir wirklich schlecht gegangen ist. Da habe ich gewusst, ich muss mit dem Mentaltrainer daran arbeiten. Ich wusste, das passiert zwischen den Ohren. Am Ende der Saison hat es sich auch zu einem guten Ende gewandt. Wenn du der Beste bist, aber im Kopf glaubst du nicht, dass du der Beste bist, dann schaffst du es auch nicht, dass du der Beste bist.“
Über den unschätzbaren Wert von Mentaltraining

„Ich bin im Herbst wirklich daheim im Bett gelegen und bin Läufe im Kopf durchgegangen, so als wäre ich auf Schnee gewesen – sicher 25 Läufe am Tag [...] Dadurch hatte ich beim ersten Mal auf Schnee schon das Gefühl, als wäre ich eh schon snowboarden gewesen.“
Über die mentale Bewältigung von Verletzungen und das Visualisieren daheim im Bett

„Es ist beim Überfahren der Ziellinie wirklich so eine große Last abgefallen und so eine Erleichterung da gewesen. Dass du das Ziel, das du als kleiner Bub schon gehabt hast, erreichst und eine Medaille bei den Olympischen Spielen machst – noch dazu in Europa in Italien, wo alle dabei sein können und mit einem Teamkollegen am Podium. Schöner hätte es nicht sein können.“
Über die Erleichterung beim Überfahren der Ziellinie bei Olympia

„Für einen Weltcupsieg gibt es 13.500 Schweizer Franken brutto, das passt schon. Die Top 10 kriegen Preisgeld, wenn du Elfter wirst, kriegst du gar nichts. Aber der Unterschied zwischen Eins und Vier ist schon extrem groß: Der Vierte kriegt zum Beispiel ca. 1.200 Franken. Du fährst gemeinsam den Lauf ab, der eine ist vielleicht eine Zehntel vor dir und hat fast das Zehnfache.“
Über die extremen Preisgeld-Unterschiede im Weltcup

„Mentale Stärke ist oft der Schlüssel zum Erfolg“
„Jakob Dusek steht für eine beeindruckende Kombination aus Mut, Leidenschaft und mentaler Stärke. Jakob zeigt eindrucksvoll, wie wichtig es ist, auch nach Verletzungen und Rückschlägen konsequent an seinen Zielen festzuhalten. Mit dem Weltmeistertitel und seiner olympischen Bronzemedaille hat er sich für diesen Einsatz belohnt“, betont Sporthilfe-Geschäftsführer Gernot Uhlir. „Bei ‚RAW‘ wollen wir genau diese Geschichten hinter den Erfolgen erzählen. Besonders spannend ist, wie offen Jakob über die Bedeutung mentaler Vorbereitung spricht und welche Einblicke er in die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen seiner Sportart gibt. Das zeigt einmal mehr, wie viel hinter einer sportlichen Höchstleistung steckt – und warum die Unterstützung unserer Athletinnen und Athleten so wichtig ist.“

Über „RAW – Real Athlete’s World“
Der Video-Podcast der Österreichischen Sporthilfe rückt die Menschen hinter den sportlichen Höchstleistungen in den Mittelpunkt. Persönliche Geschichten, Herausforderungen und Erfahrungen abseits von Ergebnislisten und Medaillen zeigen Österreichs Sportpersönlichkeiten von einer Seite, die dem Publikum sonst oft verborgen bleibt. Neue Episoden erscheinen alle zwei Wochen auf Spotify, Apple Podcasts, YouTube und Amazon Music. Durch die Gespräche führt ORF-Moderatorin Karina Toth, produziert wird das Format von Marco Brugger und seiner Agentur 15 Love. Presenting-Partner ist Decathlon.

Zu den bisherigen Gästen zählen unter anderem Marlies Raich, Lisa Hauser, Elina Stary, Eva Pinkelnig, Janine Flock, Anna Gandler, Lara Vadlau, Olga Mikutina, Johanna Hiemer, Oliver Glasner sowie Sabine und Alexander Payer.

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Die Österreichische Sporthilfe ist eine gemeinnützige und unabhängige Organisation. Sie leistet durch ihre finanzielle und ideelle Unterstützung einen wichtigen Beitrag zur sozialen Absicherung von SpitzensportlerInnen. Die Zuwendungen werden unbürokratisch und nicht-zweckgebunden nach Erfüllung von Leistungskriterien zuerkannt. Seinen Auftrag erfüllt der Verein ohne staatliche Förderungen. Die Finanzierung erfolgt ausschließlich durch nachhaltige Partnerschaften mit der Wirtschaft, Benefizveranstaltungen und Fundraising-Aktivitäten.

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Bilder (4)

Jakob Dusek zu Gast bei RAW (1)
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Jakob Dusek mit seiner Olympia-Medaille
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Jakob Dusek zu Gast bei RAW (2)
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RAW Host Karina Toth
4 032 x 3 024 © Sporthlfe/15 Love

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Manuel Latzko,  Julia Fassl und Ronni Gollatz

Manuel Latzko, Julia Fassl und Ronni Gollatz

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