Zwischen Spitzensport, Studium und Familienleben

Johanna Hiemer zu Gast im Sporthilfe-Podcast „RAW“
Johanna Hiemer zu Gast bei RAW © Sporthlfe/15 Love

In der 13. Episode von „RAW – Real Athlete’s World“ spricht die ehemalige Skibergsteigerin Johanna Hiemer mit Moderatorin Karina Toth über ihren außergewöhnlichen Lebensweg. Die Schladmingerin erzählt von ihrem überraschenden Ironman-Erfolg mit gerade einmal 18 Jahren, den Herausforderungen zwischen Spitzensport und Familienleben sowie ihrem Weg zum olympischen Traum als zweifache Mutter.

Ein Ironman-Sieg in ihrer Altersklasse mit 18 Jahren, ein abgeschlossenes Jurastudium und eine erfolgreiche Karriere im Skibergsteigen – die zweifache Mutter Johanna Hiemer hat in ihrem Leben bereits einige bemerkenswerte Herausforderungen gemeistert. In der neuesten Ausgabe des Video-Podcasts der Österreichischen Sporthilfe „RAW – Real Athlete’s World“ gewährt die ehemalige Spitzensportlerin persönliche Einblicke in ihren außergewöhnlichen Werdegang. Im Gespräch mit Moderatorin Karina Toth erzählt sie von sportlichen Erfolgen, der Bedeutung von Selbstvertrauen und dem täglichen Spagat zwischen Training, Wettkämpfen und Familienleben.

Ein Ironman als Schlüsselerlebnis
Schon früh entdeckte Johanna Hiemer ihre Leidenschaft für den Ausdauersport. Während ihrer Schulzeit am Skigymnasium Saalfelden lag ihr Fokus zunächst auf dem Langlauf, wo sie unter anderem gemeinsam mit Biathlon-Star Lisa Hauser trainierte. Dass in ihr außergewöhnliche Ausdauerqualitäten schlummern, stellte sie bereits im Alter von 18 Jahren eindrucksvoll unter Beweis: Ohne gezielte Vorbereitung nahm sie an einem Ironman teil und gewann völlig überraschend ihre Altersklasse. Ein Erfolg, der ihr Selbstvertrauen nachhaltig prägte und ihr zeigte, welches Potenzial in ihr steckte. Später fand Hiemer im Skibergsteigen ihre sportliche Heimat. Im Podcast erklärt sie, wie vielfältig und anspruchsvoll die unterschiedlichen Disziplinen dieser Sportart sind und welche körperlichen und mentalen Fähigkeiten es braucht, um auf höchstem Niveau erfolgreich zu sein.

Zwischen Mutterrolle und Olympia-Traum
Neben ihrer sportlichen Karriere verfolgte Hiemer auch ihre akademischen Ziele mit großer Konsequenz. 2018 schloss sie ihr Jurastudium in Mindeststudienzeit ab und wurde im selben Jahr erstmals Mutter. 2020 folgte ihr zweiter Sohn. Als bekannt wurde, dass Skibergsteigen 2026 erstmals olympisch sein würde, entstand für die zweifache Mutter ein neuer sportlicher Traum. Wie sich die Vorbereitung auf Olympische Spiele mit zwei Kindern vereinbaren lässt, ist eines der zentralen Themen der aktuellen Podcast-Folge. Offen spricht Hiemer über ihre Schwangerschaften, die Rückkehr in den Spitzensport und die Herausforderungen des Familienalltags. Zwischen Trainingsplänen, Wettkämpfen und Kinderbetreuung bleiben Zeit für sich selbst und Regeneration oftmals auf der Strecke. Dabei geht es auch um Heimweh, schlechtes Gewissen und die Frage, wie wichtig gegenseitiges Vertrauen und Unterstützung innerhalb einer Familie sind.

„Nach meinen Schwangerschaften habe ich gemerkt, ich bin so brutal fit in kürzester Zeit und das ist was Außergewöhnliches. Der Moment, wo mir klar war, ich will es versuchen, war die Nachricht, das Skibergsteigen 2026 erstmals olympisch sein wird.“
Johanna Hiemer über den Gedanken, alle auf eine Karte zu setzen

„Ich habe mich davor auch auf das Rad gesetzt und bin ein wenig geschwommen, aber nicht so als klassische Vorbereitung. Mit der Einstellung ,Ich werde das schon irgendwie schaffen‘ bin ich da reingegangen. Es ist so gut gelaufen, dass ich mit 10:50 Stunden sogar meine Altersklasse gewonnen habe als jüngste Teilnehmerin. Ich war überrascht und hatte das Gefühl ‚He, ich kann ja vielleicht doch was im Sport‘.“
Johanna Hiemer über ihren ersten Iron Man mit 18 Jahren

„In unserem Sport hat es insgesamt fünf Mamas gegeben, wir sind ganz normal in Karenz gegangen und sind weiterhin beim Heer angestellt gewesen. Da war die Hürde nicht so hoch, wieder einzusteigen. In anderen Sportarten, wo viel mehr Geld dahinter ist, denen wir des schon viel schwerer gemacht.“
Johanna Hiemer über Kinder und Sportkarriere

„Es war eine wunderbare Zeit. Ich hatte einen Lauf um Studium und super Studienkollegen, die alle motiviert waren. Davon habe ich sehr viel profitiert, da war es nicht möglich, locker zu lassen.“
Johanna Hiemer über Studium und Sport

„Es hat Momente gegeben, wo mein Mann in der Arbeit, die Omas nicht greifbar waren und ich musste trotzdem trainieren. Dann bin ich einfallsreich geworden und habe das eine Kind in die Kraxen gesetzt und das andere irgendwie nachgezogen.“
Johanna Hiemer über das Training mit Kindern

„Eine inspirierende Geschichte voller Zielstrebigkeit“
„Johanna Hiemer beweist auf beeindruckende Weise, wie sich mit klaren Zielen, Ausdauer und starkem familiärem Rückhalt außergewöhnliche Herausforderungen meistern lassen. Ein Jurastudium in Mindeststudienzeit abzuschließen, zwei Kinder großzuziehen und gleichzeitig den Sprung zu den Olympischen Winterspielen zu schaffen, verdient allergrößten Respekt“, betont Gernot Uhlir, Geschäftsführer der Österreichischen Sporthilfe. „Bei ‚RAW‘ wollen wir genau solche Geschichten erzählen. Johannas Karriere zeigt, wie viel Kraft aus Leidenschaft, gegenseitigem Vertrauen und der Freude am Sport entstehen kann.“

Über „RAW – Real Athlete’s World“
Der Video-Podcast der Österreichischen Sporthilfe rückt die Menschen hinter den sportlichen Höchstleistungen in den Mittelpunkt. Persönliche Geschichten, Herausforderungen und Erfahrungen abseits von Ergebnislisten und Medaillen zeigen die Athlet:innen von einer Seite, die dem Publikum sonst oft verborgen bleibt. Neue Episoden erscheinen alle zwei Wochen auf Spotify, Apple Podcasts, YouTube und Amazon Music. Produziert wird das Format von Marco Brugger und seiner Agentur 15 Love, Presenting-Partner ist Segafredo, aufgenommen wurde diese Folge beim Stanglwirt in Kitzbühel. In bisherigen Folgen waren bereits Größen wie Marlies Raich, Lisa Hauser, Elina Stary, Eva Pinkelnig, Janine Flock, Anna Gandler, Aker Schmid, Heiko Gigler, Olga Mikutina sowie Sabine und Alexander Payer zu Gast.

Links zum Podcast:

 

 

Zur Organisation

Die Österreichische Sporthilfe ist eine gemeinnützige und unabhängige Organisation. Sie leistet durch ihre finanzielle und ideelle Unterstützung einen wichtigen Beitrag zur sozialen Absicherung von SpitzensportlerInnen. Die Zuwendungen werden unbürokratisch und nicht-zweckgebunden nach Erfüllung von Leistungskriterien zuerkannt. Seinen Auftrag erfüllt der Verein ohne staatliche Förderungen. Die Finanzierung erfolgt ausschließlich durch nachhaltige Partnerschaften mit der Wirtschaft, Benefizveranstaltungen und Fundraising-Aktivitäten.

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Johanna Hiemer zu Gast bei RAW
5 712 x 4 284 © Sporthlfe/15 Love
RAW-Host Karina Toth
3 024 x 4 032 © Sporthlfe/15 Love

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Manuel Latzko,  Julia Fassl und Ronni Gollatz

Manuel Latzko, Julia Fassl und Ronni Gollatz

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