Coca-Cola Real Talk: Ist Mehrweg DER Weg?

Coca-Cola Real Talk Mehrweg © Martin Steiger

v.l.n.r: Philipp Bodzenta (Coca-Cola Österreich), Christian Pladerer (Österreichisches Ökologie Institut), Sandra Baierl (Kurier), Martina Hohenlohe (Gault & Millau), Robert Nagele (Billa AG), Petra Burger (Coca-Cola Österreich), Karl Kienzl (CEOs for Future), Herbert Bauer (Coca-Cola HBC Österreich)

Im aktuellen Real Talk von Coca-Cola Österreich diskutierten Expert:innen die Herausforderungen zur geplanten Mehrwegquote, das veränderte Konsumverhalten und innovative Verpackungskonzepte für eine zukunftsorientierte Kreislaufwirtschaft.

Das Interesse und die Nachfrage rund um Mehrweg steigen, der Handel bereitet sich gemeinsam mit der Getränkeindustrie auf die verbindliche Mehrwegquote ab 2024 vor. Das Coca-Cola System setzt in Österreich mit der interaktiven Veranstaltungsserie „Coca-Cola Real Talk“ auf transparenten Dialog und diskutierte am Donnerstagabend im Wiener Innovation Hub weXelerate mit Expert:innen vor rund 60 Gästen und via Livestream über die Vorteile und Herausforderungen von verbindlichen Mehrweglösungen. Moderiert von Sandra Baierl, setzte sich das hochkarätige Podium mit vielfältigen Aspekten auseinander – vom ökologischen Fußabdruck der verschiedenen Gebinde, der Produktqualität, Ästhetik und Kulinarik bis hin zur logistischen und infrastrukturellen Komplexität des Mehrwegsystems.

„Man wird sehen, ob Mehrweg und Einwegpfand ein Gamechanger werden.“
Die Einführung der Mehrwegquote 2024 und des Einwegpfands 2025 bedeuten gerade für Diskonter hohe Investitionskosten: „Wir als Händler haben stets auf Mehrweg gesetzt und unser Sortiment stark ausgeweitet. Die REWE Group in Österreich investiert rund 70 Millionen Euro, um das Mehrwegsystem und Einwegpfand auf Schiene zu bringen. Was Mehrweg betrifft, sehen wir allerdings auch, dass die tatsächliche Nachfrage und das Kaufverhalten mit dem aktuellen Angebot derzeit noch nicht ganz mithalten. Die Konsumentinnen und Konsumenten setzen nach wie vor stark auf Einweg. Man wird sehen, ob das Thema Einwegpfand auch hinsichtlich des gleichen Rückgabeprozesses ein Gamechanger wird. Neben Mehrweg wird recyceltes PET-Material dann sicher eine ökologische Alternative“, so Robert Nagele, Vorstand der Billa AG.

„Höhere Rücklaufquoten und einheitliches Flaschendesign gestalten Mehrwegsystem effizienter.“
Herbert Bauer, General Manager bei Coca-Cola HBC Österreich, sieht den Weg zur Nachhaltigkeit nicht als einen einspurigen: „Im Sinne eines ausgewogenen und nachhaltigen Verpackungsmixes ist Mehrweg daher seit Jahren fixer Bestandteil unseres Portfolios, zu dem auch recycelbare Verpackungen wie Aluminium-Dosen und PET-Flaschen gehören. Werden PET-Flaschen zu 100% recycelt, haben auch diese Verpackungen ihre Berechtigung.“

Für die Mehrwegquote 2024 sieht Bauer das Unternehmen gut gerüstet: „Wir sehen, dass unser laufend verstärktes Angebot an Mehrwegprodukten innerhalb unseres Portfolios sehr gut angenommen wird. Beste Voraussetzungen dafür haben wir mit unserer neuen Mehrwegglas-Abfülllinie am lokalen Standort Edelstal geschaffen. Im Zuge einer 12 Millionen umfassenden Investition konnten wir mit der 0,4 Liter Mehrwegglasflasche auch ein neues Verpackungsformat für den Handel einführen.“

Um das Mehrwegsystem effizienter zu gestalten, geht der Getränkehersteller zudem neue Wege: „Auch wenn die ikonische Flaschenform bei Marken wie Coca-Cola natürlich eine große Rolle spielt, haben wir mit einer standardisierten 1 Liter Flasche, die auch bei Fanta und Sprite eingesetzt wird, den Mehrwegprozess weiter optimiert. Im Handel ist die Rücklaufquote von Mehrwegflaschen derzeit noch ausbaufähig, wenn wir die Flaschen in guter Qualität wieder zurückbekommen, wird das System sogar noch effizienter.“

„Wer Glas sagt, muss Mehrweg sagen.“
„Durch die gesetzlichen Rahmenbedingungen in Österreich haben wir derzeit eine günstige Situation und erkennen eine Renaissance in der Getränkeindustrie, richtige und wichtige Mehrwegsysteme in den Markt zu bringen. Sobald das System regional in einem vernünftigen Konnex aufgestellt ist, was in Österreich möglich ist, macht es aus Sicht des Klimaschutzes sehr viel Sinn. Die Produzentinnen und Produzenten haben ihre Hausübung bereits gemacht, es gibt das Angebot am Point-of-Sale. Und wir Konsumentinnen und Konsumenten haben nun die Chance, diese politische Entscheidung aktiv zu treffen“, analysiert Christian Pladerer, Geschäftsführer und Vorstand des Österreichischen Ökologie Instituts. „Die Einwegglasflasche hat den Nachteil, dass sie energieintensiv produziert wird. Wer Glas sagt, muss daher Mehrweg sagen. Normflaschen, wie es sie in der Bierindustrie bereits seit vielen Jahren gibt, würden das Mehrwegsystem noch effizienter gestalten.“

„Die unverwechselbare Präsentation spielt in der Gastronomie eine große Rolle.“
„In der Gastronomie hat Mehrweg einen großen Stellenwert, viel mehr als bei den Endkonsumentinnen und Endkonsumenten: Der Vorteil liegt darin, auf eine eingespielte Logistik zurückgreifen zu können“, berichtet Martina Hohenlohe, Herausgeberin Gault & Millau und Mein Kochsalon, „Als Konsumentin wird es schwieriger und man überlegt sich jede Glasflasche dreimal, bevor man sie mühsam nach Hause transportiert.“ Die Glasflasche – egal ob Einweg oder Mehrweg – ist in der Gastronomie unverzichtbar: „Die Glasflasche macht am Tisch einfach etwas her, sie gibt ein gutes Gefühl und man weiß, was man bekommt. Die unverwechselbare Präsentation spielt besonders im Weinsektor eine große Rolle, auch wenn man in diesem Bereich bezüglich der Einwegthematik sicher neue Lösungen finden muss.“

„Mit einer Rohstoffwende schaffen wir eine Energiewende.“
Abschließend fasste Karl Kienzl, Obmann von CEOs FOR FUTURE, die Diskussion zusammen und attestierte dem Mehrwegsystem Vorbildfunktion: „Unsere Plattform mit mehr als 70 Unternehmen unterstützt Transformation hin zu einer klimaneutralen, umwelt- und rohstoffschonenden Wirtschaft und Gesellschaft. Die Mehrwegthematik ist dabei ein wichtiger Bereich. Mit einer Rohstoffwende schaffen wir eine Energiewende. Das Mehrwegthema kann beispielgebend sein - der heutige Abend zeigt, wie wichtig der Dialog ist. Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Krisen, wo auch Lieferketten unterbrochen werden, sehen wir, dass Mehrweg und Wiederverwendung an Stellenwert gewinnen.“

Coca-Cola Real Talk
Real Talk ist eine europaweite Veranstaltungsreihe von Coca-Cola. In regelmäßigen Diskussionsformaten mit Politik, Wirtschaft und Gesellschaft stellt sich Coca-Cola selbstkritisch Fragen zum Thema Nachhaltigkeit, dem eigenen Portfolio und der unternehmerischen Verantwortung. Zusätzlich zur Live-Veranstaltung konnte der Real Talk auch via LinkedIn mitverfolgt werden und ist als Nachschau auf www.coca-cola.com/at/de zu sehen. Kooperationspartner des Coca-Cola Real Talk in Österreich sind der KURIER und das Nachrichtenmagazin profil.

Weitere Informationen zu den aktuellen Nachhaltigkeitsinitiativen sind im Nachhaltigkeitsbericht zusammengefasst, der auf www.coca-colahellenic.at zum Download abrufbar ist.

Die Unternehmen

Über Coca-Cola HBC Österreich:

Coca-Cola HBC Österreich ist eine Tochtergesellschaft der Coca-Cola HBC-Gruppe, einem Abfüllpartner der Coca-Cola Company.Mit unserer Vision, der führende 24/7-Getränkepartner zu sein, sorgen wir dafür, dass Menschen in ganz Österreich jederzeit die passenden Getränke für jeden Anlass genießen können. Dafür arbeiten wir eng mit unseren Kund:innen zusammen und stellen eine zuverlässige Versorgung im gesamten Land sicher.
Unser Portfolio umfasst führende Marken wie Coca-Cola, Fanta, Sprite, das österreichische Mineralwasser Römerquelle, FUZETEA, Cappy, Kinley, das Sportgetränk Powerade sowie der Energy-Drink Monster. Darüber hinaus ist Coca-Cola HBC Österreich exklusiver Vertriebspartner für Costa Coffee und Caffè Vergnano im Gastronomiebereich.
Der Großteil, der für den österreichischen Markt bestimmten Getränke, wird in Edelstal (Burgenland) abgefüllt und von dort aus vertrieben. Rund 67.000 Kund:innen aus Lebensmittelhandel und Gastronomie versorgen Konsument:innen in ganz Österreich. Etwa  5.000 landesweite Kaltgetränkeautomaten sorgen dafür, dass die Produkte stets verfügbar sind – griffbereit, gekühlt und erfrischend.

Wir fördern ein offenes und integratives Arbeitsumfeld für unsere über 800 Mitarbeitenden im hochmodernen Produktions- und Logistikzentrum sowie in den regionalen Verkaufszenten und Distributionslagern.Seit 1929 leistet Coca-Cola einen wertvollen Beitrag zur lokalen Wirtschaft des Landes. Nachhaltigkeit ist ein fester Bestandteil der Geschäftsstrategie von Coca-Cola HBC Österreich, mit einem Schwerpunkt auf Klima, Wasser, Biodiversität, Menschen und Gemeinschaften.

Die Coca‑Cola HBC Gruppe wird regelmäßig von führenden internationalen Nachhaltigkeits-Rankings und -Benchmarks ausgezeichnet und zählt unter anderem bei den Dow Jones Best-in-Class-Indizes, CDP, MSCI ESG, FTSE ESG und ISS ESG zu den Spitzenreitern der globalen Getränkeindustrie. Coca-Cola HBC ist an der Londoner Börse (LSE: CCH) und an der Euronext Athen (Euronext Athen: EEE) notiert.

Weitere Informationen finden Sie unter at.coca-colahellenic.com

Über Coca-Cola Österreich:
Coca-Cola ist in Österreich bereits seit 1929 wertvoller Bestandteil der heimischen Wirtschaft. Gemeinsam mit unserem Abfüllpartner Coca-Cola HBC Österreich beschäftigt das Coca-Cola System in Österreich rund 900 Mitarbeitende. Die lokale Produktion, unser Beitrag zur österreichischen Wertschöpfungskette und unsere langjährigen Kunden- und Konsumentenbeziehungen basieren auf verantwortungs- und vertrauensvollem Handeln innerhalb des Coca-Cola Systems. Zusammen verfolgen wir lokal die konsequente Umsetzung der ehrgeizigen internationalen Nachhaltigkeitsziele, die über die EU-Vorgaben hinausgehen. Wir fördern innovative Verpackungslösungen wie Verpackungen ausrecyceltem PET und ein Sammelsystem zur Erhöhung der Sammelquoten. Mit Initiativen wie dem Get active Social Business Award – Österreichs größten Social Business Start Up Fund - und dem Coca-Cola Inclusion Run zugunsten Special Olympics wollen wir Signale zur Stärkung und Zusammenhalt (Miteinand!) in der Gesellschaft setzen.

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Coca-Cola Real Talk Mehrweg
4 770 x 3 180 © Martin Steiger
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5 472 x 3 648 © Martin Steiger
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Kontakt

Petra Burger & Julia Fassl
Petra Burger
Coca-Cola Österreich
E-Mail: pburger@coca-cola.com

Julia Fassl
Vier Hoch Vier
Capistrangasse 2/8
1060 Wien
Tel: +43 (0) 1 504 16 14 0
E-Mail: office@vierhochvier.at